Diskriminierung beim Arzt?

Eine interessante Anfrage hat mich erreicht. Selbstverständlich gebe ich gerne selbst ein Interview, aber vielleicht haben andere ja auch Interesse, ihre Erfahrungen weiter zu geben. In Berlin/Brandenburg geht es live, sonst wahrscheinlich über Skype. 

 

Für eine Studie im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Gesundheitswissenschaften an der Berliner Charité suchen wir Personen, die von ihren Erfahrungen im Kontakt zu Ärztinnen und Ärzten berichten wollen. Gesucht werden Menschen, die durch Ärztinnen und Ärzte als

„adipös“ diagnostiziert wurden oder die sich selbst als „adipös“ bezeichnen. Wir interessieren uns dafür, wie Sie den Kontakt zu Ihren Ärztinnen und Ärzten empfinden und ob Sie dabei in Bezug auf Ihr Körpergewicht spezielle Erfahrungen sammeln.

 

Wenn Sie Interesse haben uns durch ein Interview zu unterstützen, freuen wir uns auf eine Nachricht! 

 

Mit der Durchführung von qualitativen Interviews verpflichten wir uns zur Einhaltung des Datengeheimnisses. Das heißt, dass keine personenbezogenen Daten in irgendeiner Form an Dritte weitergeben werden. Um mit den Daten aus dem Interview arbeiten zu können, ist es notwendig, dass das Interview mithilfe eines Diktiergerätes aufgezeichnet wird. Sämtliche personenbezogenen Daten werden im Anschluss anonymisiert. Beim Zustandekommen des Interviews wird eine Einwilligungserklärung von den Beteiligten ausgefüllt.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir freuen uns sehr über Ihr Interesse und eine Teilnahme am Interview!

Vielen Dank!

Elisa Gärtner & Jan Fischer

 

Für Rückfragen oder die Anmeldung zum Interview stehen wir Ihnen zur Verfügung unter:

Email: Jan.fischer@charite.de

Elisa.gaertner@charite.de

 

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Kommentare: 6
  • #1

    Johanna (Samstag, 01 Juli 2017 18:22)

    Ich werde beim Arzt wegen meines Übergewichts minderwertig behandelt. Ich bin 49 Jahre alt, 182cm groß und wiege derzeit 135 Kilogramm. Egal zu welchem Arzt ich gehe, wird gleich mein enormes Übergewicht für meine Beschwerden verantwortlich gemacht. Ich kann dann gar nicht mehr erzählen, wo oder was mir weh tut, da die Ärzte, die ich in den letzten Jahren aufgesucht habe, für alle Beschwerden mein Übergewicht als Hauptursache meiner Beschwerden sehen. Das geht sogar soweit, daß ein HNO Arzt, den ich aufsuchte wegen Ohrenschmerzen und auch Halsschmerzen mich gleich verwies als Diabetikerin, die Metformin nimmt und die abnehmen sollte. Ich hatte eine Virusgrippe an diesem Freitag noch entwickelt, aber der Arzt verschrieb mir nichts. Er sagte nehmen Sie ab und ernähren Sie sich besser. Tolle Auskunft. Auch der Urologe führte meine rezidivierenden Blasenentzündungen auf das Übergewicht zurück. Es mag ja sein, daß es einen Zusammenhang gibt, aber unfreundliches Verhalten muss ich mir als Patientin nicht bieten lassen. Die Ärzte sehen mich, schätzen meinen Gesundheitsstand negativ ein, meine Blutwerte, die dann doch mal ein Internist machte, verwunderten ihn, da sie gut waren.... Ich habe selbst einen akademischen Grad und habe an einer Universität studiert und wundere mich über die Wertmaßstäbe der Mediziner, die ja auch als einzige Akademiker auf ihren Doktortitel bestehen. Objektive, sichere Diagnostik sieht anders aus.... Ich gehe nun zu meinem Heilpraktiker, der mich immer auch noch untersucht und nicht gleich sagt, das ist ihr Übergewicht!!!
    Schönen Dank, daß ich meine Erfahrungen mal hier los werden konnte. Dies alles passierte in Hamburg und Umgebung....
    MfG
    Johanna

  • #2

    Natalie (Donnerstag, 17 August 2017 00:48)

    Ja ,dicke Menschen werden von Ärzten diskriminiert und nicht ausreichend behandelt .Ich war übergewichtig und kann mit Sicherheit sagen das dass so ist egal zu welchem Arzt ich gegangen bin es hiess immer sie sind zu dick nehmen Sie ab .Kein Arzt hat vernünftige Untersuchungen angeordnet .Heute werde ich anders behandelt.Ich finde es sehr traurig .

  • #3

    mary (Freitag, 08 Dezember 2017 17:07)

    Seit meiner Kindheit leide ich an starkem Übergewicht! Bin jetzt 25 und wiege 145kg bei 171cm Körpergröße.. Ich habe sehr starke schmerzen und 20 kg in den letzten 10 Monaten zugenommen.. Suche seit meinem 14. Lebensalter Hilfe bei meinem Hausarzt den ich jetzt schon zum 3. mal gewechselt habe, doch meine Beschwerden werden leider nicht ernst genommen... Bei mir ist es leider genau so! Wenn ich mit einer Erkältung zum Arzt gehe wird wieder auf meinem Gewicht rumgehackt, wenn ich wegen Hautproblemen zum Hautarzt gehe wird als Grund mein Übergewicht genannt..
    Komischerweise waren es bei mir auch immer Ärzte in der Umgebung Hamburg und in Hamburg!! Ich weiß wirklich nicht mehr was ich machen soll, viele Diäten und viel Sport haben nicht richtig was gebracht, ich bin am Ende :(

  • #4

    Katha (Dienstag, 16 Januar 2018 05:13)

    Ich bin jetzt bei Hausarzt Nummer 6 und wurde nach so einer tollen Ernährungsberatung bei der festgestellt wurde das das Gewicht nicht vom Essen kommen kann zu irgendwelchen scheiß psychofritzen geschickt um rauszufinden warum ich Lüge. Immer wieder toll wieviel hilfe man als dicker von ärzten bekommt

  • #5

    Kaethe (Sonntag, 11 Februar 2018 15:03)

    Ich binb 56 Jahre alt, wiege 110kg bei 168cm Körpergröße, habe seit 2012 ein Impindgement-Syndrom (rechte Schulter, übrigens 80% aller Frauen und Männer bekommen das nach den Wechseljahren, plötzlich geht der Arm nur noch wenig nach oben oder unten). Ich werde und wurde gut krankengymnastisch behandelt, sodaß der Arm wirder zu 95% funktionierte. Anfang 2017 hatte ich einen Unfall (Sturz), konnte seit dem meinen Arm nicht mehr gut bewegen - hm, also war es jetzt das I-Syndrom, oder der Unfall, ach nein, das war die mangelhafte Bewegung und das Übergewicht! Ja gewiß...ach ich habe noch vergessen zu erwähnen, daß ich Aua-Fitness-Trainerin bin und bis zu 6x die Woche in mehreren Schwimmbädern außen und im Wasser tätig bin. Der Orthopäde meint, ich müßte mich dann doch mal mehr bewegen, ein anderer malte mir ein Bild von Rainer Calmund, ob ich denn wohl eines Tages mal so aussehen wollte....! Eine Frechheit.

  • #6

    Sylvie (Donnerstag, 15 Februar 2018 15:33)

    Bin vor 8 Jahren im Raum Aachen an der Galle operiert worden, bin dort wegen meines Gewichtes übelst behandelt worden, als ich aus der Narkose aufgewacht bin, sollte ich aufstehen, leider konnte ich mein rechtes Bein nicht mehr richtig bewegen und es tat schrecklich weh, Hilfe würde mir verweigert, ich bekam nur zu hören, das lügt an ihrem Gewicht, ich könnte aber vor der op richtig laufen und das Gewicht habe ich nicht während der Operation zugenommen, seit dem habe ich immer Probleme mit meinem rechten Knie, jetzt heißt es, sie haben Arthrose und aussenbandabriss, Meniskus kaputt und das mit 49. Ein Orthopäde überwies mich zur mitbehandlung in eine facharztklinik, dieser Arzt meinte das Knie wäre kaputt, ich wäre ein Kandidat für eine Prothese, dafür wäre ich aber zu jung , ich soll gefälligst abnehmen und der normale Orthopäde soll das volle Programm, was immer es ist, an mir durchführen, damit schickte er mich nach Hause, jetzt steh ich wieder da mit meinen Schmerzen und keiner Perspektive zur Besserung, ich fühle durch so einen oberflächlichen Arzt richtig gemocht, alles was ich sage wird nicht Ernst genommen, wäre ich 50 Kg leichter hätte er mich wahrscheinlich freundlicher und anders behandelt